Die LVBS - Kolumne: Gedanken zur Woche

dirkbaumbach2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

haben Sie bereits ihr digitales Endgerät erhalten? Nein - dann geht es ihnen wie vielen anderen Kolleginnen und Kollegen. Die Geräte sind vom Schulträger angeschafft, liegen vermutlich in einem Hochsicherheitsschrank und warten darauf, mit Betriebssystem und Software ihre Arbeitsfähigkeit zu erlangen. Nein - die Inbetriebnahme und Erstkonfiguration ist nicht Aufgabe des PITKo, denn wenn dies so wäre, hätten sie alle bereits ihr Endgerät und würden es nutzen. Dagegen wird ihnen durch den Schulträger erstmal ein Leih- und Nutzungsvertrag auf Papier vorgelegt. Mitunter gar mit sehr stark einschränkenden bis hin zu einfordernden Bedingungen, dass man über „ausreichenden Haftpflichtversicherungsschutz“ verfügen möge. Hallo? Da hatte ich bisher Glück, wenn ich beim Arbeiten an der grünen Tafel oder bei Benutzung des Kopierers dies bis dato nicht nachweisen musste.
Aus einer guten Idee, digitale Endgeräte an die Lehrkräfte auszureichen - die zu 100% gefördert wurden - kann man die Umsetzung richtig sperrig gestalten. Frustriert über die Situation? Das könnte man durchaus aus den Zeilen herauslesen. Aber seitdem ich „Schule“ mache, habe ich mein eigenes IT-Equipment. Und da gibt es keine Vorgaben, welche Software ich verwenden darf und welche nicht. Und administrative Berechtigungen sind für mich selbstverständlich, Fernzugriff - nur , wenn ich von unterwegs mal Zugang brauche, … Nun gut, aktuell stehen wir ja mitten in den Prüfungen und in den Korrekturen - keine Zeit für solche Aufreger. Nicht auszudenken, wenn ich zur Korrektur das digitale Endgerät benötigen würde. Aber da läuft das ja wie vor 60 Jahren oder gar länger: gestempeltes Papier, beschrieben mit Faktenwissen und wir verteilen die Punkte nach den Erwartungshorizonten. Na dann: spannende Korrekturen.
 

Herzlichst Ihr

Dirk Baumbach

1. Vorsitzender