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Kultusminister F. Haubitz:

Lehrer sollen Beamte werden

(Sächsische Zeitung, 15.11.2017)


Die LVBS - Kolumne KW 49 - 2017

dirk2017

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

bis Weihnachten soll eine Entscheidung über die Verbeamtung getroffen werden – so zumindest die Aussage des Kultusministers. Für alle anderen könnten in diesem Zuge befördernde Ämter und Zulagenzahlungen das Defizit ausgleichen. Es geht hier nicht um einen Schnellschuss, sondern um einen wohldurchdachten Schachzug, dem sich leider immer noch ausreichend Abgeordnete verschließen. Diejenigen, die den Status eines Beamten nur nach der Hörfunk-Serie Baumann & Clausen beurteilen, liegen voll daneben. Nur zum Verständnis – das eine ist Satire das andere Realität. Die Realität eines Kollegen mit oder ohne Beamtenstatus lässt sich sehr einfach nachlesen: https://www.lehrerfreund.de/schule/1s/verbeamtete-angestellte-umfrage-gehalt/4767 
https://www.lehrerfreund.de/schule/1s/beamte-angestellte-lehrer-einkommen/4729 

oder auch nur sehen:

https://youtu.be/q3MtvIh7hZ8 
Nur ein aktuelles Beispiel: Bei der Sonderzulage im November 2017 von ca. 2500 € bekommen die Kollegen 960 € netto ausgezahlt. Die Differenz sind Steuern und Sozialabgaben, die der Beamte zum Großteil nicht zahlt. 
Unternehmerisch handeln heißt, auf der geistigen, der operativen, der finanziellen und der strategischen Ebene das angeschlagene Bildungssystem wieder attraktiv zu machen. Der entstandene Schaden ist schon groß genug. Fakt ist, die Ressource Personal ist unterbesetzt. Geplante Stundenkürzungen und –ausfälle dominieren und der Rest an Arbeitsvolumen wird gnadenlos ohne Rücksicht auf Gesundheit der Beschäftigten und Qualität des Unterrichts ausgenutzt. Kultus hat erkannt, dass gegengesteuert werden muss. Bei anderen Ministerien hat man das Gefühl, dass die gegenüber Gewerkschaften und Verbänden gelebte Ablehnung nun auch dem Kultusminister wiederfährt.

Herzlichst Ihr 
Dirk Baumbach
1. Vorsitzender