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Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, liebe Mitglieder,
die auf Regierungsebene vereinbarten Spitzengespräche mit Finanzminister
Prof. Georg Unland und Kultusministerin Brunhild Kurth zur Sicherung des
Bedarfs an Lehrkräften in Sachsen gingen am 25. August 2016 in eine weitere
Runde. Bei dem Treffen im Staatsministerium der Finanzen in Dresden wurden
alle Möglichkeiten zur Verbesserung der Versorgung mit Lehrkräften
jetzt und in den nächsten Jahren eingehend erörtert. Diese reichen von freiwilligen
Mehrleistungen der vorhandenen Lehrkräfte bis hin zu sachsenspezifischen
Verbesserungen bei der Eingruppierung. Es wurde vereinbart, die
bislang mündlich vorgetragenen Lösungsansätze und Forderungen zu verschriftlichen.
Auf der Basis dieses konkreten Forderungskatalogs sollen die Gespräche in den
bereits für September vereinbarten weiteren Runden intensiviert werden. Nach
dem vierstündigen Treffen am 25. August 2016 formulierte Willi Russ, Fachvorstand
Tarifpolitik des dbb, seine Erwartungen: „Es nun an der Zeit, konkret über
unsere Vorstellungen zur Sicherung des Bedarfs an Lehrkräften in Sachsen zu
verhandeln. Um dieses Ziel zu erreichen, benötigen wir im Interesse der Lehrkräfte
und der Schülerinnen und Schüler greifbare Ergebnisse.“

Quelle: dbb

zum Aushang

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, liebe Mitglieder,
am 1. September 2016 fand im Sächsischen Finanzministerium bereits der
fünfte Verhandlungstermin zum Thema „Steigerung der Attraktivität des Lehrerberufs
in Sachsen“ statt. Für den 9. und 14. September 2016 sind weitere
Termine vereinbart worden. dbb und GEW verhandeln gemeinsam mit dem
Freistaat.

tarif2016

2016 09 14 tarif

In den frühen Morgenstunden des 15. Septembers 2016 haben die Gewerkschaften dbb und GEW sowie die sächsische Staatsregierung die Tarifverhandlungen zum Thema „Steigerung der Attraktivität des Lehrerberufs in Sachsen“ unterbrochen.

Fortgesetzt werden die Verhandlungen am kommenden Montag (19. September 2016). Die Zeit bis dahin soll arbeitgeberseitig genutzt werden, um Detailfragen zu klären.

Quelle: http://dbb.de/teaserdetail/artikel/lehrer-sachsen-verhandlungsmarathon-vertagt.html

 

AktionstagLehrermangel und Defizite im Bildungssystem waren die Themen, die heute von den Schülerinnen und Schülern vor dem Landtag vorgebracht worden. Neben den knapp 300 Teilnehmern an der zentralen Kundgebung fanden an den Schulen im Freistaat weitere Aktionen statt. Kultusministerien Kurth sprach vor Ort mit den Teilnehmern, nahm die Forderungen mit und signalisierte Bereitschaft über inhaltliche Fragen zu diskutieren.

„Bildet die Rettung! Rettet die Bildung!“.  

landesschuelerrat

Weitere Informationen erhalten Sie unter https://www.facebook.com/lsrsachsen/ 

unterstuetzer

Billig statt besser!
Freistaat bietet nur Mogelpackung an!

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, liebe Mitglieder,

im Verlauf  des 30. September  2016  wurden die Gespräche zwischen dbb und GEW  einerseits  und  der  Sächsischen  Staatsregierung  andererseits  in  der 11.(!)  Runde  endgültig  ohne  Ergebnis  abgebrochen.  Gegenüber  der  Presse bezog dbb-Verhandlungsführer Willi Russ deutlich Stellung und nannte dabei das  Arbeitgeberangebot  eine  Mogelpackung,  bei  der  „bessere  Bildung“  auf dem Etikett stehe, aber letztlich nur „Billigbildung“ geliefert werden solle.

Warum sind die Verhandlungen gescheitert?

Die  Erklärung  ist  einfach:  Zusammengesetzt  haben  wir  uns  ursprünglich,  um  den Lehrerberuf in Sachsen attraktiver zu gestalten. Wir mussten jedoch bald feststellen, dass es nur darum ging, den Lehrerberuf billiger zu gestalten  und die Zeche für die ganze  Operation  die heutigen  Lehrkräfte  zu  zahlen  hätten.  Geplant  war  beispielsweise, die  Altersermäßigung  für  die  Beschäftigten mit über 30jähriger Lehrtätigkeit zu  verschlechtern. Damit hätte sich die verfehlte Bildungsplanung der Staatsregierung  hervorragend  verschleiern  lassen.  Der  Freistaat  wollte  sich  vielleicht  für  die Zukunft  ein  wenig  aufhübschen,  um  Lehrkräfte,  die  er  selbst  nicht  bedarfsgerecht ausbildet,  auswärts  ‚einzukaufen‘.  Für  all  die  Kolleginnen  und  Kollegen,  die  seit Jahrzehnten die hohe Qualität des sächsischen Bildungssystems garantiert haben, waren jedoch in der Summe Verschlechterungen geplant. Es hätten also die Leistungsträger der letzten 25 Jahre mögliche Verbesserungen für zukünftige Lehrkräfte mitbezahlen sollen.  Und zum Schluss wollte uns auch noch die Staatsregierung die Aktionsfähigkeit für viele Jahre abkaufen!

Geben die Gewerkschaften nicht die Chance zur Mitgestaltung aus der Hand?

Wir haben  über Monate in vielen  Verhandlungsrunden mit Engelsgeduld gestalten wollen. Nun ist aber die Abrissbirne der Sächsischen Staatsregierung nicht wirklich ein Gestaltungselement. Wir  haben es uns nicht leichtgemacht, die Gespräche ergebnislos  zu  beenden,  auch  weil  wir  wissen,  dass  die  Staatsregierung  viele  ihrer Maßnahmen auch ohne gewerkschaftliche Zustimmung umsetzen kann.

Besteht noch die Möglichkeit für eine Konsenslösung?

Diese  Frage muss die Staatsregierung beantworten. Die Gespräche sind aus den Gründen, die ich eben genannt habe, gescheitert. Weder Kultus-  noch Finanzministerium haben die beste Bildung für Sachsen vor Augen gehabt. Es ging erneut nur um Flickschusterei, um den  zu erwartenden Schüleranstieg in den nächsten Jahren mit  Provisorien  zu  bewältigen.  Wir  wollen  aber  langfristige  Lösungen,  bei  denen nicht die Lehrkräfte die Zeche für eine verfehlte Bildungspolitik bezahlen. Sollte die Staatsregierung ernsthaft darangehen, endlich „besser statt billiger“ zu ihrem Motto zu machen, sind wir auch wieder gesprächsbereit.

Wie geht es weiter?

In unserer Verhandlungskommission war ganz schlechte Stimmung. Der Eindruck, benutzt  zu  werden,  um  mit  schöner  Regelmäßigkeit  Verschlechterungen  abzunicken, hat das Vertrauensverhältnis stark erschüttert. Da hat sich schon eine Menge Wut angestaut. Wir werden sehen, was die Staatsregierung jetzt konkret vorhat. Sie kann zum Beispiel die Abminderungsstunden einseitig abschaffen, sie braucht dazu nicht die Unterschrift der Gewerkschaften. Aber wir werden einem solchen Raubbau an der Gesundheit unserer Lehrkräfte nicht tatenlos zuschauen.

Quelle: dbb