Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Politik

Passgenaue Lehrerausbildung für berufliche Schulen

 

BvLB lehnt den Einheitslehrer ab

Logo BvLB RGB

Thüringens Kultusminister Helmut Holter, im Amtsjahr 2018 auch Präsident der Kultusministerkonferenz, hat eine einheitliche Lehrerbildung als Mittel für den flexibleren Einsatz der Lehrkräfte über die Schularten hinweg und mithin als Rezept gegen den Lehrermangel ins Spiel gebracht. Dazu Joachim Maiß: „Eine undifferenzierte Lehrerbildung ist kein Mittel, um den Lehrermangel zu beheben. Wir haben ein differenziertes Schulsystem und werden deshalb auch künftig unterschiedliche Ausbildungsformate für junge Lehrkräfte brauchen“.

 

Unterschiedliche junge Menschen, unterschiedliche Zielperspektiven und Motivationen, unterschiedliche Kulturen und Werte, Religionen, Interessen- und Fähigkeitsniveaus erfordern eine spezialisierte Lehrerbildung und nicht eine generalistische Ausbildung nach dem Motto: „von jedem etwas”. „Die Unterschiede in den Schulformen und die gänzlich unterschiedlichen pädagogischen Herausforderungen machen getrennte und spezifische Ausbildungen der jungen Lehrkräfte notwendig. Wir benötigen schulformspezifische Lehrämter“, betont Eugen Straubinger.

„Berufliche Schulen haben andere Herausforderungen als z.B. Gymnasien. Die Ausbildung beruflicher Lehrkräfte muss auf die besonderen pädagogischen Herausforderungen der sehr heterogenen Schülerschaft und auf die enge Verbindung zu Unternehmen ausgerichtet sein. Die Ausbildung von Gymnasiallehrkräften fokussiert auf die bestmögliche Vorbereitung zum Erlangen der allgemeinen Hochschulreife. Der Einheitslehrer wird weder das eine noch das andere gut können“, erklärt Joachim Maiß.

„Die Einführung des Einheitslehrers macht ein Schulsystem schlechter und ungerechter. Schleswig-Holstein schafft den "Einheitslehrer" übrigens gerade wieder ab“, so Eugen Straubinger

 


Der Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung e.V. vertritt in Deutschland über 39.000 Lehrerinnen und Lehrer.

Verantwortlich für den Inhalt:
Detlef Sandmann,
mobil 0175 1504524