Am 27.05. 2019 fand in der Geschäftsstelle des Sächsischen Beamtenbundes (SBB) eine Informationsveranstaltung und Beratung zum Thema Fachkräfteallianz Sachsen statt.

Eingeladen hatte das Mitglied der Landesleitung des SBB Klaus-Peter Schölzke.

Zwei Punkte bildeten die Tagesordnung:

- Bericht über die Beschlüsse der Fachkräfteallianz und

- Berichte über die Ergebnisse der Arbeitsgruppen bzw. -kreise der Fachkräfteallianz.

Besonderes Augenmerk wurde in dieser Veranstaltung auf den Arbeitskreis Bildung und auf den Arbeitskreis Beschäftigung von älteren Menschen gelegt.

Gedanken zu den Wahlen und ein Plädoyer für mehr Ehrlichkeit

Heute Morgen hörte ich im Radio die rhetorische Frage: "Zerstören die neuen Medien die Demokratie?"

An der Basis der Gesellschaft erleben wir Lehrer alle tagtäglich und unmittelbar, wie neu zusammengestellte Klassen als erstes eine WhatsApp Gruppe einrichten, Schüler sich über ihre Profile im Internet "beschnuppern" und aktuelle Ereignisse wie Rempeleien im Schulhof oder andere Begebenheiten im Schulalltag ohne Zeitverzug die Runde machen - oft mit Foto oder Kurzfilm illustriert. Irgendein Schüler weiß immer, warum ein anderer heute zu spät oder gar nicht zum Unterricht erscheint, wie sich dessen Unfall ereignet hat oder an welcher Krankheit er gerade herumlaboriert. Wahr, halbwahr oder nicht wahr? Wir Lehrer wissen es meist zu deuten - kennen wir doch Absender und Intentionen der Schüler.

Im Handlungsprogramm „Nachhaltige Sicherung der Bildungsqualität in Sachsen“ hat die Staatsregierung heute die Details für die Generation Ü42 vorgestellt. Die Pläne sehen vor, für tarifbeschäftigte Lehrkräfte in der E13 eine Zulage in Höhe von 170 € monatlich aus zubringen.

Dirk Baumbach, 1. Vorsitzender des LVBS:

„Der Lehrermangel dominiert das Bildungsland Sachsen, auch an den berufsbildenden Schulen. Die angekündigten Maßnahmen sind ein wichtiger Schritt, gleichwohl die Höhe von 170 € wohl eher symbolischen Charakter haben wird. Völlig vergessen werden dagegen die vielen Kolleginnen und Kollegen der berufsbildenden Schulen, die unterhalb der E13 an den BSZ unterrichten. Es ist mehr als ein Fauxpas, da wiederholt die berufsbildenden Schulen in ihrer Gänze ignoriert werden.

Die Entscheidung der Landesregierung ist ein weiteres Mal ohne die Beteiligung des LVBS getroffen worden. Nur so erklärt es sich, dass die Komplexität des sächsischen Bildungssystems nicht vollumfänglich Berücksichtigung gefunden hat.“

Die Details zu den Maßnahmen: https://www.bildung.sachsen.de/blog/index.php/2018/10/05/angestellte-lehrer-bekommen-eine-zulage/

Berufliche Schulen benötigen bessere digitale Ausstattung

Presse 02.02.2019

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Mit dem DigitalPakt Schule wollen Bund und Länder für eine bessere Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik sorgen. Es geht um fünf Milliarden Euro, die für die Digitalisierung an die Schulen gehen soll. Allerdings müsste dazu das im Grundgesetz festgelegte Kooperationsverbot in der Bildung gelockert werden. Im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat geht es nun darum, ob das Geld überhaupt fließen darf.

„Der BvLB appelliert, die notwendige Modernisierung der beruflichen Schulen nicht in einem langwierigen Streit zwischen Bundesländern und dem Bund weiter zu verzögern. In vielen Schulen fehlt die technische Ausstattung, um überhaupt mit digitalen Endgeräten zu arbeiten. Wir brauchen eine passende digitale Ausstattung und Lehrerfortbildungen, um zukunftsorientiert unterrichten zu können. Wir brauchen keinen langwierigen Streit, wir brauchen digitalen Fortschritt“, so die beiden BvLB-Bundesvorsitzenden Maiß und Straubinger.

Am 23. August 2018 startete der LVBS – Der Berufsschullehrerverband - eine Reihe von Informationsveranstaltungen zum Thema Verbeamtung in Sachsen.axa lvbs

Dirk Baumbach, 1. Vorsitzender und Jürgen Fischer 2. Vorsitzende des LVBS begrüßten die Lehrerinnen und Lehrer, für die nach dem Handlungsprogramm der Staatsregierung „Nachhaltige Sicherung der Bildungsqualität im Freistaat Sachsen“, eine Verbeamtung in Frage kommt. Offen für Mitglieder und Nicht-Mitglieder war der Konferenzraum in der Geschäftsstelle des LVBS in Dresden bis auf den letzten Platz zu abendlicher Stunde besetzt, als durch den Regionalvertreter der AXA/DBC Center Johannstadt, Herrn Peter Goebel, in einem zweiteiligen Vortrag zu den Themen Beamter und Beamtenversorgung produktneutral informiert wurde. Im Focus standen die Fragen, was ist ein Beamter, welche Details existieren zur Krankenversicherung und welche Spezifik ergibt sich aktuell aus den für Sachsen angedachten Regelungen. Offen gestaltet, nutzten die Teilnehmer die Option nachzufragen, so dass in regem Meinungsaustausch die Fragen beantwortet und Unklarheiten beseitigt worden.  Im Teil 2 ist mit der Beamtenversorgung ein mit vielen Berechnungsbeispielen untersetzter Vortrag gestaltet worden. Neben den allgemeinen Voraussetzungen für einen Beamten sind die Unterschiede angestellter Lehrer zu verbeamtetem Lehrer herausgearbeitet worden. Obwohl für viele Teilnehmer noch in weiter Ferne, stand die Pension, die Versorgungsansprüche im Alter und die sich daraus ergebende Konstellation in Verbindung mit der vorab im Angestelltenverhältnis geleistetenTätigkeit in der Erörterung.

Personelle Unterstützung kam ebenso vom Sächsischen Beamtenbund. Frau Karen Siwonia, stellvertretende Landesvorsitzende des SBB und Expertin im Beamtenrecht, gab kompetent und praxisnah in der Diskussion auf alle Fragen der Kolleginnen und Kollegen Antwort. Im Anschluss suchten die Teilnehmer das individuelle Gespräch. Neben den genannten Akteuren waren Dirk Baumbach und Jürgen Fischer aktiv im Meinungsaustausch mit den Kolleginnen und Kollegen und gaben wichtige Information zum Antragsverfahren und zum weiteren Verfahren der Verbeamtung in Sachsen. Bedanken möchte sich der LVBS an dieser Stelle für die inhaltlichen und treffsicheren Aussagen bei Frau Siwonia und den Mitarbeitern der AXA, Herrn Goebel und Herrn Robuch.