Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat die Studie „IQB Bildungstrends 2016“
veröffentlicht. Darin wird deutlich, dass Deutschlands Viertklässler seit der letzten
Studie 2011 in Mathematik und Deutsch zurückgefallen sind.
„Irgendetwas muss in unserem Bildungssystem nicht in Ordnung sein. Wenn schon
Grundschüler in den wichtigen Fächern die Standardaufgaben nicht oder nur
unzureichend lösen können, dann muss hier schnell nachgesteuert werden“, so
Eugen Straubinger, Bundesvorsitzender des Bundesverbandes der Lehrerinnen und
Lehrer an beruflichen Schulen (BLBS).


Diese Schülerinnen und Schüler kommen in wenigen Jahren an die beruflichen
Schulen. Hier erfordert die digitale Entwicklung, speziell im Bereich „Industrie 4.0“, in
den gewerblich-technischen Fächern hervorragende Kenntnisse gerade in den
beiden Fächern. Lernaufgaben müssen schon in der Berufsausbildung ebenso wie
die Aufgabenstellungen im späteren Beruf selbstständig ausgeführt und meist im
Team gelöst werden.
Digitale Bildung in der Berufsschule reduziert sich nicht auf den Einsatz digitaler
Medien. Vielmehr werden insbesondere digitale Arbeits- und Geschäftsprozesse zum
Unterrichtgegenstand. Unabdingbare Grundvoraussetzungen dafür sind aber
Kenntnisse und meist eigenständige Anwendungen in Deutsch und Mathematik.
Der BLBS fordert daher:
 eine offene Debatte aller bildungspolitisch Verantwortlichen, um die Ursachen
für den Leistungsabfall zu erforschen,
 möglichst schnell dafür zu sorgen, dass die Defizite abgebaut werden und
 wenn nötig, zusätzliche Ressourcen für den Deutsch- und
Mathematikunterricht an den beruflichen Schulen, um diese Defizite am
besten schon vor Beginn der Berufsausbildung ausgleichen zu können.
Der Bundesvorsitzende des BLBS hofft, dass die beruflichen Schulen zusammen mit
den Bundesländern und den Ausbildungsbetrieben auch weiterhin ihrer Aufgabe
gerecht werden können: die Qualität der Berufsausbildung so zu gestalten, dass sie
auch in Zukunft zum Erfolg der deutschen Wirtschaft beiträgt.


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