Am 07. und 08.02.2020 fand in Königswinter eine Fortbildungsveranstaltung der „Arbeitsgemeinschaft Fachlehrer“ zum Thema „Aufstiegsqualifizierung von Technischen Lehrern (Fachlehrer) und dem damit verbundenen Wechsel in die Lernfeldkonzeption“ statt.

 

Anwesend waren Fachlehrer als Vertreter der einzelnen Bundesländer. Der Dozent, Jörn Kittlaß, übernahm die Begrüßung, die Ablaufplanung und die Fortschreibung der Synopse.

Ziele der „Arbeitsgemeinschaft Fachlehrer“ sind bundesweit einheitliche Rahmenbedingungen zu formulieren und diese durch den Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung e.V. (BvLB) zu vertreten. Grundlage hierfür bildet das über Jahre erarbeitete „Thomasberger Eckpunktepapier“.

Von Bedeutung waren die Situationsberichte aus den Bundesländern, da immer mehr Fachlehrer in der Vermittlung theoretischer Unterrichtsinhalte eingesetzt werden. Zudem besteht eine geringe Chance, an einer dementsprechenden Qualifizierung teilzuhaben. Vielmehr fehlt es an der Anerkennung der nach deutschen und europäischen Qualitätsrahmen festgelegten Gleichstellung von Meister- und Bachelorabschlüssen.

Am Samstag berichtete Wolfgang Lambl, stellvertretender Bundesvorsitzender des BvLB, über den Sachstand der Arbeitsaufträge der „AG Fachlehrer“ im BvLB. Weiterhin erläuterte er die Vertretung und Förderung der berufsbedingten Belange im Fachverband, sowie den Vollzug des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L).

Im Anschluss hielt der Bundesvorsitzende des BvLB, Eugen Straubinger, einen Vortrag zur Situation der Fachlehrer aus der Sicht der Kultusministerkonferenz (KMK). Diskutiert wurde der Antrag der Arbeitsgemeinschaft zur Änderung der Rahmenausbildungsordnung für Fachlehrer im Zusammenhang mit der Ablehnung des „Thomasberger Eckpunktepapiers“ durch den Ausschuss für berufliche Bildung (KMK).

Zwischen den Referaten wurden Anregungen und Wünsche besprochen. Themen, wie das Klassenzimmer der Zukunft, digitale Medien und Arbeits- und Gesundheitsschutz im fachpraktischen Unterricht beschäftigten die Fachlehrer. Im Abschlussgespräch wurde festgelegt, dass diese Inhalte mit in das „Thomasberger Eckpunktepapier“ aufgenommen werden sollten.

 

Andreas Heidrich