Mit der nun begonnen Kampagne der Impfungen für Grund- und Förderschullehrkräfte muss das Konzept schnellstens auch an den berufsbildenden Schulen umgesetzt werden.  Unsere Kolleginnen und Kollegen arbeiten tagtäglich eng mit Auszubildenden z.T. aus allen Regionen Sachsens zusammen. Das Ansteckungsrisiko bzw. infektiös zu sein – oftmals auch ohne Symptome – und die damit verbundene Übertragung auf Risikogruppen nimmt ja unstrittig mit steigendem Alter  der Auszubildenden signifikant zu. Unsere Schülerinnen und Schüler legen nachweislich große Strecken im ÖPNV zurück, sitzen vermutlich auch in Fahrgemeinschaften zusammen und haben untereinander Kontakt, der sich zwangsläufig ergibt und nicht vermeidbar ist.

Das Unterrichten in Laborräumen, Computerkabinetten und Werkstätten sowie der „körpernahe“ Kontakt in vielen Ausbildungsberufen verlangen danach, dass Lehrkräfte schnell ein Impfangebot unterbreitet werden muss.

Die beruflichen Schulen in Sachsen arbeiten mit ihren Auszubildenden schon seit Februar in unterschiedlichen Unterrichtsmodellen zusammen. Alle körpernahen Dienstleistungen erzeugen ein erhöhtes Ansteckungsrisiko. Schul- und Praktikumsbesuche in den Bereichen der Gesundheitsfachberufe durch Praxishospitationen sind ohne Schutzimpfungen fahrlässig und unverantwortbar.

Wiederholt haben wir den Eindruck, dass gerade die beruflichen Lehrkräfte wieder einmal von der Politik übersehen wurden. Der LVBS fordert deshalb, dass Impfungen für Lehrkräfte an den beruflichen Schulen schnell angeboten und umgesetzt werden, so wie es Baden-Württemberg bereits praktiziert.