aktuelle Entgelttabellen im Überblick (Link zum dbb)

Die Lehrerverbände SLV, PVS und der Berufsschullehrerverband LVBS haben den Auftakt zu den Haushaltsverhandlungen zwischen Finanz- und Kultusministerium mit Aktionen auf dem Dresdner Carolaplatz begleitet.
Inhaltlich haben wir unsere Forderungen klar definiert und öffentlich gemacht:
              » Mehr Geld für ausreichend Lehrpersonal an den Schulen
              » Größere Attraktivität des Lehrerberufs
              » Hände weg vom Regelstundenmaß
              » Hände weg von den Altersermäßigungen.
Ein Aufruf zum Streik, der auf der Forderung basiert, eine Entgeltordnung auf Landesebene zu verhandeln, ist für uns nicht vertretbar, weil:
1. wir als Mitglied der dbb und Tarifunion einen gültigen Vertrag zur Entgeltordnung   haben,
2. daraus Friedenspflicht für die Mitglieder der Lehrerverbände resultiert,
3. Kolleginnen und Kollegen, die Anträge auf der Grundlage der Entgeltordnung gestellt haben, diese akzeptieren und deshalb ebenfalls in der Friedenspflicht sind,
4. die Landesregierung signalisiert hat, nur auf Länderebene (TDL) zu verhandeln und
5. der Zweck des Streiks deshalb nicht erkennbar ist.

In Dresden verhandelten erneut dbb beamtenbund und tarifunion mit SMF/SMK über die Verlängerung der ATZ für Lehrkräfte. Am späten Abend einigte man sich auf eine Fortsetzung für den 23. März in Anwesenheit beider MinisterInnen.

Am 28. März 2015 ist in Potsdam nach vier Verhandlungsrunden und zahlreichen Warnstreikmaßnahmen die Einkommensrunde 2015 mit einem Kompromiss zwischen der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) einerseits und den Gewerkschaften dbb und ver.di andererseits zu Ende gegangen. Noch in der Nacht unmittelbar nach dem Abschluss hat der dbb über die unterschiedlichen Medien ausführlich über den Abschluss berichtet. Gleichwohl sind in der Erläuterung der vielfachen und teilweise komplexen Regelungen vielleicht noch Fragen offen geblieben. Deshalb haben wir nachfolgend mögliche Fragen der Kolleginnen und Kollegen in dieser Handreichung als Argumentationshilfe für die Arbeit vor Ort beantwortet. Wir haben dabei die zu erwartenden Fragen in drei Kategorien eingeteilt:

 
1. Linear, Azubis und Sonstiges
2. Zusatzversorgung
3. Entgeltordnung für Lehrkräfte und Einstieg in die Paralleltabelle

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Forderungen der DBB-Tarifunion Tarifabschluss vom 28. März 2015

Erhöhung der   Entgelte um 5,5 Prozent, mindestens  175 Euro   monatlich

Ab 1. März 2015   Erhöhung der Entgelte um 2,1 %

Ab 1. März 2016   weitere Erhöhung der Entgelt um 2,3 %, mindestens 75 €

Das entspricht einer   durchschnittlichen Erhöhung der Tabellenentgelte um insgesamt 4,83 %

Erhöhung der Entgelte für Auszubildende und Praktikantinnen und   Praktikanten um 100 € Erhöhung der Ausbildungs- und   Praktikanten-entgelte ab 1. März 2015 um 30 € und ab 1. März 2016   um weitere 30 €.
30 Tage Urlaub   für Auszubildende 28 Tage Urlaub für Auszubildende und neu eingestellte Praktikantinnen und Praktikanten
VBL – keine   Rentenkürzung

Kein Eingriff in das Leistungsrecht!

VBL-West:

Neben dem   Arbeitnehmer-beitrag von derzeit 1,41 % wird ein zusätzlicher Arbeitnehmer-beitrag   zur Umlage von 0,2 % ab 1. Juli 2015, von 0,3 % ab 1. Juli 2016 und von   0,4 % ab 1. Juli 2017 erhoben.

VBL-Ost:

Der Arbeitnehmerbeitrag zur Kapitaldeckung von   derzeit 2,0 % wird

- ab 1. Juli 2015   auf 2,75 Prozent,

- ab   1. Juli 2016 auf 3,50 Prozent

- ab   1. Juli 2017 auf 4,25 Prozent

erhöht.

Angleichung der Jahressonderzahlung   Ost an die Jahressonderzahlung West Anhebung der Jahressonderzahlung Ost in fünf   gleichen Schritten auf 100 Prozent der Jahres-sonderzahlung West für alle   Beschäftigten, Auszubildenden und Praktikanten/-innen
Ausschluss sachgrundloser   Befristungen Sobald die Ergebnisse der von dbb, ver.di und dem  Bund in Auftrag gegebenen Untersuchung zu befristeten Arbeitsverhältnissen   vorliegen, werden die Tarifvertragsparteien ihre Gespräche fortsetzen und   erkannten Handlungsbedarf gegebenenfalls auch vor der nächsten Tarifrunde umsetzen.
Eingruppierung der Lehrer nach einer   Lehrerentgeltordnung

Um die Verhandlungen über die   Entgeltordnung für Lehrkräfte auf Basis des TdL-Modells (Fassung 26. Februar   2015/Stand 17. März 2015) in der laufenden Einkommensrunde zum Abschluss zu   bringen, einigen sich die TdL und dbb beamtenbund und tarif-union hinsichtlich   der geforderten „Parallel-Tabelle“ (Forderung Nr. 1 der Anlage 2 zur   Nieder-schrift vom 3. Februar 2015) auf ein Annäherungs-verfahren.

Mit dem Annäherungsverfahren wird die   bestehen-de Entgeltdifferenz zur „Parallel-Tabelle“ zunächst durch Zulagen (Angleichungszulage) schrittweise reduziert. Der letzte Schritt einer Erhöhung der Zulage wird   durch die Eingruppierung nach der „Parallel-Tabelle“ vollzogen.

Tarifpflege Es werden regelmäßig   Gespräche zur Fort-entwicklung des Tarifrechts geführt

In der diesjährigen Einkommensrunde für die Beschäftigten der Länder haben sich dbb und Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) am späten Abend des 28. März 2015 geeinigt.

Im Einzelnen umfasst die Einigung folgende Regelungen: