Die LVBS - Kolumne: EKR 2021

Arbeitgeber verstehen die Zeichen der Zeit nicht!

Berufsschullehrkräfte sauer

dirkbaumbach2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Corona, Inflation, Nachwuchssorgen! Das Alles scheint den Verhandlungsführern der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) in den Tarifverhandlungen des Öffentlichen Dienstes (Einkommensrunde (EKR 2021)) egal zu sein. Sie machen kein Angebot und bezeichnen die Forderungen der Gewerkschaften als „illusorisch“. Die Sanierung der Staatsfinanzen auf dem Rücken der Beschäftigten im Öffentlichen Dienst austragen zu wollen, kann nur zu Protest führen.

Nach viel Lob in und nach Corona-lock down ist jetzt die Zeit den Worten die entsprechende Anerkennung folgen zu lassen. 5% mehr Lohn von den Gewerkschaften gefordert, ist ein vollkommen angemessener Zuwachs bei Berücksichtigung des Inflationsausgleichs. Und der Mindestbetrag von 150€ und 300€ im Gesundheitswesen soll für die sein, die am Meisten gelobt wurden. Und zum wiederholten Mal: Klatschen reicht nicht.

Gerade jetzt wäre es an der Zeit, die jahrelange „Tradition“ sich seitens der Arbeitgeber zu zieren und erst  in der letzten Runde der Verhandlungen auf Biegen und Brechen einen Abschluss zu erzeugen, aufzugeben und endlich angemessen und würdigend ein verhandlungsfähiges Angebot seitens der Arbeitgeber vorzulegen oder aber sofort das Angebot der Gewerkschaften zu verhandeln. Alles Andere ist würdelos und beschämend vor den oben erwähnten Hintergründen.

Absolutes Unverständnis kommt auf, wenn man sich den Plan der TdL anschaut, an das Geld der Beschäftigten über die Neugestaltung des „Arbeitsvorganges“ zu gelangen. Das kann keine Werbung für ein Beschäftigungsverhältnis im Öffentlichen Dienst sein. Jahrelang haben wir im Lehrkräftebereich darauf gedrungen, die Tätigkeit und das Einsatzgebiet der Lehrkräfte mit z.B. Meisterabschlüssen in die Vergütung einzubeziehen. Das hätte zu einer höheren Bezahlung führen können.

In Tarifverhandlungen abgelehnt!

Vergütung über Eingruppierung nach Abschluss!

Andersherum soll es jetzt diskutabel sein?

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Herzlichst Ihr

Dirk Baumbach

1. Vorsitzender