BvLB, Bundesverband der Berufsschullehrkräfte und LVBS, der Berufsschullehrerverband Sachsens demonstrieren gegen die Verweigerungshaltung der Tarifgemeinschaft der Länder(TdL) bei den Tarifverhandlungen

Am 08.10.2020 fand die erste Runde in den Tarifverhandlungen des öffentlichen Dienstes der Länder statt. Die Befürchtungen von Ulrich Silberbach, dem Verhandlungsführer der dbb und tarifunion und den Mitgliedern der Bundestarifkommission haben sich bestätigt: Die TdL hat eine Blockadehaltung eingenommen. 

5% mehr Lohn von den Gewerkschaften gefordert, ist ein vollkommen angemessener Zuwachs bei Berücksichtigung des Inflationsausgleichs. Und der Mindestbetrag von 150€ und 300€ im Gesundheitswesen werden als illusorische Forderungen der Gewerkschaften abgekanzelt. Ein Angebot der TdL Fehlanzeige. Dabei wäre gerade jetzt der richtige Zeitpunkt die die jahrelange „Tradition“ sich seitens der Arbeitgeber zu zieren und erst  in der letzten Runde der Verhandlungen auf Biegen und Brechen einen Abschluss zu erzeugen, aufzugeben und endlich angemessen und würdigend ein verhandlungsfähiges Angebot seitens der Arbeitgeber vorzulegen oder aber sofort das Angebot der Gewerkschaften zu verhandeln.

Als zweiten Punkt muss festgestellt werden, dass die Arbeitgeber an das Geld der Beschäftigten ran wollen. Über die Diskussion zum sogenannten „Arbeitsvorgang“ und dessen Neuausrichtung soll der TvL ausgehebelt werden. Das hätte finanzielle Nachteile für viele Kolleginnen und Kollegen. Und das in einer Zeit, wo so viel über Wertschätzung schwadroniert wurde und der öffentliche Dienst Nachwuchssorgen hat?!

Der Bundesverband der Berufsschullehrkräfte BvLB hat aus diesem Grund nach bekannt werden dieser Situation sofort aufgerufen, frühzeitig und flächendeckend zu protestieren und der TdL zu zeigen, dass der Unmut bei den Berufsschullehrerinnen und –lehrern sehr groß ist.

Für den 14.10.2020 wurde zu bundesweiten coronabedingt dezentralen Demonstrationen aufgerufen. Kleine Gruppen protestierten vor den Berufsschulen für die Ziele der Gewerkschaften und zeigen sich solidarisch mit den Berufsgruppen, denen die TdL ans Geld will.

 

Der LVBS hat sich in Sachsen an der Aktion beteiligt, unterstützt die Forderungen und zeigt sich solidarisch.

 

Hauptforderungen sind:

- 5% mehr Lohn, mindestens 150€, (300€ im Gesundheitswesen), .

- Solidarität mit den Beamten - keine Änderung am „Arbeitsvorgang“

- stufengleiche Höhergruppierung

Der LVBS hat sich im Vorfeld aktiv in die Forderungsfindung eingebracht. Für die sächsischen Berufsschullehrer arbeitet Jürgen Fischer, 2. Vorsitzender des LVBS in der BTK mit.

Sehr geehrte Verhandlungsführer der TdL,

zeigen Sie ihr Verantwortungsbewusstsein und untergraben sie nicht die gesellschaftliche Bedeutung des Öffentlichen Dienstes durch Blockade der Verhandlungen!

Missbrauchen sie nicht den Öffentlichen Dienst für Sparmaßnahmen!

Erhalten sie die Arbeitsfähigkeit des Öffentlichen Dienstes!

Machen und erhalten sie diesen zukunftsfähig!

Legen Sie ein wertschätzendes Angebot vor, um auch künftig gut qualifizierte Fachkräfte in den öffentlichen Dienst zu bekommen und die Beschäftigten zu motivieren und zu entlasten!

Verhandeln sie sofort, sonst wird es ein kalter Herbst!

Wir nehmen keine Art der Gehaltskürzung hin!

Wir werden für unsere Forderungen kämpfen!

Unser Motto für diese Einkommensrunde:

Bildung nur mit uns!

Zukunft nur mit uns!