Tarifverhandlungen beendet - insgesamt 8 % mehr

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Die LVBS - Kolumne KW 10 - 2019

dirk2017

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

„Ein Kompromiss ist ein guter Schirm, aber ein schlechtes Dach.“ Mit dem Zitat von James Russell Lowell (1819 - 1891), einem US-amerikanischer Schriftsteller, kann man durchaus die Ergebnisse von Tarifverhandlungen interpretieren.

Das Positive zuerst: 8% Prozent, das heißt: 100 – 90 – 50 in den Jahren 2019 – 2020 – 2021 werden die finanziellen Aufwüchse in den Entgelttabellen betragen – mindestens. Mit einer Laufzeit von 33 Monaten ist dagegen der Tarifvertrag entsprechend länger ausgestattet und künftige Anpassungen und Aktionen auf Länderebene werden erst ab September 2021 wieder möglich.

Weiter gearbeitet wurde an der Angleichungszulage, in der nun statt 30 Euro ein Betrag von 105 Euro nach vier Jahren Stillstand einen ersten Schritt in Richtung Paralleltabelle offerieren.

Das war‘s dann auch schon für den Lehrerbereich. Die von uns maßgeblich geforderte stufengleiche Höhergruppierung wie im TVöD ist auf der Strecke geblieben, gleichwohl erhöhte Garantiebeträge (180,- Euro für die Entgeltgruppen 9 bis 14) den Abstand nach einer Höhergruppierung finanziell abmindern sollen.

Bei der Jahressonderzahlung wird nun (nach Westangleichung) das Niveau von 2018 für vier Jahre festgezogen und damit keine Steigerung in Anbetracht der oben angegebenen Prozente stattfinden. Ein Einschnitt, der ebenfalls nicht befriedigend ist.

Letztlich wird die Übertragung der Tarifeinigung auf die Besoldung und Versorgungsbezüge der Beamtinnen und Beamten wie immer durch die Länderparlamente erst noch beschlossen werden müssen, um Anwendung zu finden.

Wir werden uns mit einer ausführlichen Einschätzung nach Auswertung aller Dokumente hier wieder äußern.

Herzlichst Ihr

Dirk Baumbach

  1. Vorsitzender