Datenschutz SeminarIn der Zeit vom 19. bis 21. Februar 2014 lud die dbb akademie nach Königswinter zum Seminar „Datenschutz an berufsbildenden Schulen“ ein.
 
Die Wichtigkeit im Umgang mit den zu schützenden Schüler-, Eltern- und Lehrerdaten  stand im Focus. Nicht zuletzt die fast täglich in der Öffentlichkeit publizierten Verstöße gegen den Datenschutz, sensibilisieren die mit Daten vertrauten Personen.
 
Inhaltlich bot Dr. D. Haschke, der Dozent der dbb akademie, ein breites und fundiertes Wissen den Teilnehmenden an.
Beginnend mit den allgemeinen Datenschutzgesetzten von Bund und Ländern über die Regelungen in den Schulgesetzen und Verwaltungsvorschriften der einzelnen Bundesländer wurde der Bogen bis hin zu elektronischen Klassenbüchern, Social Media wie facebook, Twitter und Co sowie das  Urheberrecht an Schulen gespannt. Nachfragend und diskutierend gestaltete sich der Seminarverlauf als Querschnittsanalyse und Bestandsaufnahme der einzelnen Bundesländer zu einem interessanten Gesamtüberblick.
Die Nutzung des Internets bringt neue datenschutzrechtliche Aspekte hervor. Dinge die wir heute im Netz veröffentlichen, werden Generationen nach uns wiederfinden. – so der Tenor. Dieses Bewusstsein zu verinnerlichen, es aber gleichwohl den uns anvertrauten Schülern zu vermitteln, stellt eine Herausforderung dar. Bier exen und anschließend Freunde nominieren, die gleiches tun, könnte das Interesse von Personalchefs in naher Zukunft wecken. Trends werden durch das Internet hervorgerufen, wer nicht mitmacht, wird als Außenseiter abgestempelt. Aufklärungsbedarf und die Schaffung eines bewussten Umgangs mit den neuen Medien tuen Not.
 
Trotzdem, Konsequenzen aus dem Verhalten im Internet sind erst einmal nicht zu erwarten, dennoch: trotz Informationen über die Medien, sollte jeder selbst hinterfragen, ob die geposteten Inhalte später einmal kompromittierend wirken könnten.
 
Die Angebote des World Wide Webs sind zumeist kostenlos, aber nicht umsonst. „Die Währung mit der wir bezahlen, sind unsere Daten.“
 
Schule und Internet – fast ein Unterrichtsfach: Schüler erhalten Aufträge, nach Informationen zu recherchieren. Sie bedienen sich in Projektaufgaben inhaltlich an Texten – die Versuchung zum Plagiator zu werden, ist groß. Lehrer und Schulträger treffen technische Vorkehrungen, um die Kontrolle der gesurften Seiten innerhalb der Schule zu gewährleisten, decken im Verdachtsfall Verstöße auf und wirken pädagogisch auf die Internetaktivitäten der Auszubildenden ein. Alles Dinge, mit denen man sich vor Jahren wenig konfrontiert sah, heute dominieren sie den informationstechnischen Alltag und fordern von gestandenen Kolleginnen und Kollegen, sich diesen Themen zu zuwenden.
 
3 Tage, die in den schneelosen Winterferien lagen, sind wie im Flug vergangen. Stellvertretend im Namen aller Teilnehmer dankten Wolfgang Lambl  und Paul Körner dem Referenten Dr. Haschke für seine für alle gewinnbringend vermittelten Inhalte.
 
Ich habe durch meine Teilnahme einen Einblick in die Thematik erhalten. Wenn Ihnen Fragen bezüglich des Datenschutzes an Schulen aufkommen, zögern Sie nicht, sie an ihren Verband zu stellen – das Kontaktformular auf der Startseite der Homepage ist dazu eingerichtet.
Und: wir werden Ihre Daten vertraulich behandeln, verlässliche Antworten über unser Webportal oder auch persönlich adressiert über den konventionellen Weg eines Briefes geben – je nachdem wie es gewünscht wird.
 
Abschließend stelle ich die Gliederung des Seminars zusammen, um die Vielfalt der angesprochen Themen Rechnung zu tragen.
 
1. Einführung in das Datenschutzrecht
2. Datenschutz für Lehrerverbände beruflicher Schulen
3. Datenschutz – öffentliches Verfahrensverzeichnis
4. Elektronische Klassenbuch
5. Schule und Internet
6. Datenschutz in Schulen auf Länderebene
7. Social Media an Schulen
 
Dirk Baumbach