Nur noch Augen zu und durch?

BvLB: Entscheidung für den Wechsel zum hybriden Unterricht Schulleitungen überlassen

Bvlb Presse35 - 50 -100: Auch bei der Risikobewertung steigt der Inzidenzwert immer weiter. Ab sofort gilt der Hotspot-Grenzwert von 200, ab dem die Schulen mit geteilten Klassen im Hybridmodell unterrichten dürften. Weil mittlerweile fast ganz Deutschland ein Hotspot ist, hat die Politik trotz aller damit verbundenen Risiken willkürlich beim Grenzwert nachjustiert, um auf Biegen und Brechen weitgehend am Präsenzunterricht festhalten zu können. „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“, kommentiert Joachim Maiß, Vorsitzender des Bundesverbandes der Lehrkräfte für Berufsbildung (BvLB), das Ergebnis der gestrigen Bund-Länder-Verhandlungen zwischen der Bundeskanzlerin und den 16 Ministerpräsident*innen.35 - 50 -100: Auch bei der Risikobewertung steigt der Inzidenzwert immer weiter. Ab sofort gilt der Hotspot-Grenzwert von 200, ab dem die Schulen mit geteilten Klassen im Hybridmodell unterrichten dürften. Weil mittlerweile fast ganz Deutschland ein Hotspot ist, hat die Politik trotz aller damit verbundenen Risiken willkürlich beim Grenzwert nachjustiert, um auf Biegen und Brechen weitgehend am Präsenzunterricht festhalten zu können. „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“, kommentiert Joachim Maiß, Vorsitzender des Bundesverbandes der Lehrkräfte für Berufsbildung (BvLB), das Ergebnis der gestrigen Bund-Länder-Verhandlungen zwischen der Bundeskanzlerin und den 16 Ministerpräsident*innen.Maiß betont: „Die Politik blendet die Realität aus, ignoriert wissenschaftliche Erkenntnisse und setzt Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler der beruflichen Bildung wissentlich Gefahren aus. Während die Betriebe als duale Ausbildungspartner ihre Lehrlinge, da, wo es geht, längst ins Homeoffice geschickt haben, müssen sie zum Präsenzunterricht in die Schulen und sich dort einem erhöhten Infektionsrisiko aussetzen. Wir wollen offene Berufsschulen. Natürlich ist der Präsenzunterricht das allerbeste, allerdings nicht um jeden Preis. Sich nur zu fünft treffen dürfen, aber mit 30 Schülern in der Klasse sitzen, das ist schwer verständlich, macht für uns keinen Sinn und kann keinem mehr vermittelt werden.“Nach Angaben des RKI liegt die Inzidenz der vergangenen sieben Tage bei Zehn- bis 19-Jährigen bei 170 Fällen auf 100.000 Einwohner - und damit über dem Durchschnitt aller Altersgruppen von 150. „Dennoch stellen Kinder und Jugendliche nach Einschätzung der Kultusminister kein erhöhtes Infektionsrisiko dar, wonach Schule auch kein gefährlicher Übertragungsort sein kann“, kritisiert Eugen Straubinger, ebenfalls BvLB-Vorsitzender, die Logik der Politik und verweist auf die Einschätzung der nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina, wonach Schülerinnen und Schüler ein wesentlicher Teil des Infektionsgeschehens seien.Während im Einzelhandel mindestens 10 qm, in größeren Läden sogar 20 qm pro Person Mindestmaß für den Sicherheitsabstand sind, transportieren vollgepferchte Busse und Bahnen Millionen Schülerinnen und Schüler täglich in die Schulen. „Schülerinnen und Schüler ab der Sekundarstufe II müssen nicht zwingend durchgängig Präsenzunterricht haben, sondern können parallel oder im Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht lernen. Nimmt man diese Schülergruppen aus den Schulbussen und den Schulen, so reduziert sich die Personenzahl deutlich, das Infektionsrisiko sinkt und man hat räumlichen Spielraum, um Klassen zu teilen,“ sagt Straubinger.„Die Entscheidung, in den hybriden Unterricht zu wechseln, muss bei der Schulleitung der beruflichen Schulen liegen und bemisst sich am lokalen Infektionsgeschehen auch und gerade in Schule sowie an den technischen wie personellen Gegebenheiten. Vertrauen wir doch auf das verantwortungsvolle Handeln der Schulleitungen, die den Bildungsauftrag und den Gesundheitsschutz vor Augen haben,“ sagt Maiß.

 

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Schul-Shutdown durch Distanzunterricht verhindern

BvLB: Politik muss zwischen Schulformen differenzieren und Wechselunterricht zulassen

Bvlb PresseMaskenpflicht und halbierte Klassen: Eigentlich sollte das beim heutigen Bund-Länder-Gipfel beschlossen werden. Doch die Ministerpräsidentenrunde widersprach der Kanzlerin. Stattdessen irrlichtert die Politik beim Thema Schule mindestens mal eine weitere Woche umher und beharrt darauf, die Schulen offen zu halten, komme, was wolle. „So wird weiterhin wertvolle Zeit verschenkt. Das grundlegende Übel ist, dass die Politik Schule noch immer über einen Kamm schert und scheinbar mit dem Begriff Schule einzig Grundschulen assoziiert. Das hat der BvLB schon mehrfach betont. Mittlerweile haben sämtliche Lehrerverbände in diesen Kanon eingestimmt. Statt zwischen den einzelnen Schulformen zu differenzieren, wird Schüler gleich Schüler gesetzt“, sagt Joachim Maiß, Vorsitzender des Bundesverbandes für Lehrkräfte für Berufsbildung (BvLB).Schülerinnen und Schüler ab der Sekundarstufe II müssen nicht zwingend durchgängig Präsenzunterricht haben, sondern können parallel oder im Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht lernen. „Nimmt man diese Schülergruppen aus den Schulbussen und den Schulen, reduziert man die Personenzahl deutlich, minimiert das Infektionsrisiko und hat räumlichen Spielraum, um Klassen zu teilen“, sagt Eugen Straubinger, ebenfalls BvLB-Vorsitzender, und stellt deutlich klar: „Distanzunterricht kann analog und digital erfolgen. Ein frühzeitig und wohl dosierter Distanzunterricht kann einen Schul-Shutdown verhindern oder zumindest verzögern.“Während außerhalb von Schule die Kontaktbeschränkungen selbst im Privaten jetzt weiter verschärft werden, transportieren übervolle Bahnen und Busse zu den Stoßzeiten Millionen von Schülerinnen und Schülern. Abstandsregeln sind hier nicht einzuhalten. Das Infektionsrisiko potenziert sich und wird in die Schule getragen. „Die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, Schulklassen ab einem bestimmten Grenzwert zu teilen und die Maskenpflicht massiv auszuweiten, schlägt die Politik weiterhin in den Wind und setzt gegen das Infektionsgeschehen nach wie vor ausschließlich aufs Stoßlüften. Statt auf den harten ‚Schulexit‘ hinzuarbeiten ist ein frühzeitig geplanter Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht das bessere Instrument, um die Infektionswelle zu brechen“, sagt Maiß.Laut RKI können rund 75 Prozent aller Corona-Fälle in den Landkreisen inzwischen auf keinen eindeutigen Ansteckungsort zurückgeführt werden. „Für Österreichs Kanzler Kurz ist dieser Zahlenwert maßgeblich, um ab morgen wieder in den vollständigen Lockdown inklusive Schulschließungen zu gehen. Österreich war uns in der Coronakrise bisher immer drei Wochen voraus. In diesem Zusammenhang ist es unverantwortlich und entbehrt jeder Fürsorgepflicht, die Schulen bei dem Infektionsschutz einfach auszuklammern“, sagt Straubinger und fordert zum wiederholten Male: „Es bedarf jetzt des gemeinsamen Willens aller Beteiligten, um bestmögliche Bildung für die Berufsbildenden Schulen in der Krise gewährleisten zu können. Hybrider Unterricht ist kein Teufelszeug, sondern die einzige Alternative zu kompletten Schulschließungen auf breiter Fläche.“

 

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Website mit Umfrage

Liebe Lehrerinnen und Lehrer,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

Logo BvLBder BVLB - Bundesverband der Lehrerkräfte für Berufsbildung e.V. führt in Kooperation mit den Universitäten Bamberg, Hannover und Osnabrück sowie mit der pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd eine wissenschaftliche Studie zu den Erfahrungen und Perspektiven digitalen Unterrichtens und Entwickelns an beruflichen Schulen durch.

Dazu möchten wir gerne auch Sie befragen. Mit Ihren freiwilligen und anonymen Auskünften unterstützen uns dabei, die berufliche Bildung und die Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte weiterzuentwickeln.

Themen dieses Fragebogens sind u. a. der Einsatz von digitalen Medien in der Schule, häusliches Arbeitszimmer als Lehrerarbeitsplatz und das Belastungserleben durch digitale Lehre.

Das Ausfüllen dauert ca. 15 Minuten.

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Ihre Angaben werden selbstverständlich streng vertraulich behandelt, sämtliche Informationen werden nur in anonymisierter Form verarbeitet. Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig.

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Ihr BvLB - Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung

 

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zum Aushang

„Wenn jetzt nicht gehandelt wird, drohen flächendeckende Schulschließungen!“

Die im Deutschen Lehrerverband (DL) organisierten Verbände DPhV, VDR, BvLB und KEG schlagen Alarm und fordern die Politik in einer konzertierten Aktion auf, den Gesundheitsschutz für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler in der Corona-Krise deutlich zu erhöhen. Die Pandemiesituation wird sich nicht in kurzer Zeit bewältigen lassen, daher braucht es langfristige Lösungen und verlässliche Handlungsrichtlinien, um das Infektionsrisiko an den Schulen so gering wie möglich zu halten, die dort stattfindenden Kontakte zu beschränken und Abstände zu wahren.

Sparen kann auch teuer werden. Gedanken zur Neuordnung der berufsschulischen Ausbildungsstätten im Freistaat Sachsen (Teilschulnetzplan)

Der aktuelle, stark diskutierte Teilschulnetzplan soll unter anderem folgende Ziele erreichen:

- durch eine "effiziente Struktur" vorhandene finanzielle Mittel effektiver einsetzen und den Fachlehrermangel mildern

- den ländlichen Raum stärken

Bildung ist ein Grundpfeiler der Politik - der Wirtschafts- und Sozialpolitik.