Abschlussdokument der Expertenkommission

Im September 2011 erhielt das Sächsische Kultusministerium von den Bildungsvertretern der Parteien im Sächsischen Landtag SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und CDU den Auftrag, eine Expertenkommission zu berufen. Ziel sollte sein, einen fortzuschreibenden Aktions- und Maßnahmeplan zur Erfüllung der UN-Behindertenrechtskonvention Art. 24 zu erstellen.

Viele, der in Sachsen mit der Bildung und Ausbildung von Menschen mit Behinderung befassten Vereine, Einrichtungen und Organisationen entsendeten je einen Vertreter. Auch der LVBS arbeitete intensiv mit und war stets bestrebt, die Interessen der Lehrer an berufsbildenden Schulen einzubringen. Das war unserer Ansicht nach auch dringend nötig. Wird über „die Schule“ debattiert, denken die Protagonisten dabei leider zu selten an die fünf Schularten der beruflichen Bildung.

Nach zähem Ringen und dem Austausch verschiedenster Ansichten und Vorstellungen, entstand nach gut einjähriger intensiver Arbeit ein Papier, welches als Minimalkonsens bezeichnet werden kann. Das ist ein erstaunliches Ergebnis, liegen doch die Ziele und Möglichkeiten von beispielsweise Behindertenvertretern und Schulträgern oft unendlich weit auseinander.

Mit der Übergabe des Dokuments mit dem etwas sperrigen, aber zutreffenden Titel „Empfehlungen zur Weiterentwicklung der individuellen Förderung von Schülern mit Behinderungen bzw.  sonderpädagogischem Förderbedarf sowie zur Ausgestaltung des sächsischen Schulsystems in Hinblick auf die Behindertenrechtkonvention der Vereinten Nationen“ an die Kultusministerin Kurth am 19. Dezember 2012 fand die Arbeit ein vorläufiges Ende. Die Mehrzahl der Beteiligten ist sich jedoch einig, dass damit nur ein Startschuss gegeben sein kann. Vieles erscheint nach wie vor unklar und unkonkret, viele Details gilt es zu bearbeiten, Kontroversen aufzulösen, neue Wege zu finden.  

Oliver Bergner

Ausschuss Lehrerbildung

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