Am 6.und 7. März 2015 trafen sich die Mitglieder des Ausschusses Recht und Besoldung des VLW-Bundesverbandes zu ihrer planmäßigen Sitzung in Fulda.Fischer 2

Neben Jürgen Fischer (i. B. r.) vom LVBS Sachsen bearbeiteten 13 weitere Vertreter aus den Landesverbänden ein umfangreiches Programm.

Nach Eröffnung und Begrüßung durch den Ausschussvorsitzenden Dieter Hartmann wurden geschäftsnotwendige Themen wie zum Beispiel die Bestätigung der Tagesordnung und die Bestätigungdes Protokolls der letzten Sitzung abgearbeitet.

Als Gast nahm am ersten Tag der stellvertretende BLBS-Bundesvorsitzende Wolfgang Lambl teil. Er warb mit Blick auf die fusionierten Landesverbände in neun Bundesländern vor allem für eine bessere Vernetzung der Arbeit des BLBS mit dem VLWauf Bundesebene. Die Möglichkeiten der Zusammenarbeit werden vom Ausschuss geprüft.

Ausschussvorsitzender Dieter Hartmann versorgte die Anwesenden mit aktuellen Informationen aus dem VLW-Bundesverband.

AlleTeilnehmer sind sich einig, dass die Mitwirkung von Vertretern nahezu aller Bundesländer im Ausschuss eine hervorragende Grundlage für die Arbeit bildet. Das gute Arbeitsklima, vor allem die straffe Führung der Veranstaltung durch den Vorsitzenden Dieter Hartmann, sowie die ausgezeichneten Tagungsbedingungen sind für diesen Umstand wesentliche und vorteilhafte Voraussetzungen.

Sehr interessant war die Auswertung der Synopse zu den Pflichtstunden und den Altersermäßigungen der Lehrkräfte in den einzelnen Bundesländern, die durch die Mitglieder des Ausschusses erarbeitet wurde.Hier zeigt sich, dass vor allem in den östlichen Bundesländern eine höhere Unterrichtsbelastung festgelegt wurde. Dabei gibt es Abweichungen von bis zu drei Wochenstunden. Wenn man die Entwicklung des Lehrerbedarfes in den nächsten Jahren betrachtet und auch die unterschiedliche Bereitschaft zur Verbeamtung in den Bundesländern berücksichtigt, kann man durchaus von Standortnachteilen sprechen.

Alle Anwesenden sind sich einig, dass gerade die Gegenüberstellung der Länderbedingungen eine gute Möglichkeit darstellt positive Dinge, wie auch Defizite sichtbar zu machen und daraus eine abgestimmte Entwicklungsarbeit auf Bundesebene zu organisieren.

Ein Hauptpunkt dieses Treffens war die Arbeit zur Schaffung einer Synopse zu den länderspezifischen Regelungen zur Gleichstellungsbeauftragten. Nachdem in den vergangen Jahren die Gesetzestexte im Original nebeneinander gelegt wurden, hat sich der Ausschuss
entschieden nach einer einheitlichen Vorlage die Gesetzestexte darzustellen. Man verspricht sich davon eine größere Übersichtlichkeit und eine Verdeutlichung der Unterschiede.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurden die Anwesenden von Katrin Gräter aus Mecklenburg-Vorpommern über die aktuelle Entwicklung in den Tarifverhandlungen informiert. Einheitliches Unverständnis erzeugt die Arbeitgeberhaltung, den Verhandlungsteilnehmern kein Angebot vorzulegen. Wenn, wie sehr oft betont, die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer geschätzt wird, ist der Umgang schlichtweg eine Unverschämtheit. Die Teilnehmer sind sich einig, dass Streiks und andere Arbeitskampfmaßnahmen nur notwendig sind, weil die starre Haltung der Arbeitgeberseite keine anderen Reaktionen zulassen.

Als traditionell letzter Punkt gaben die Teilnehmer kurze Länderberichte. Hier ist es vor allem die Vielfalt der Themen, die immer wieder beeindruckt. Diesmal vor allem die Anforderungen, die sich aus der Aufnahme von Flüchtlingen für die berufliche Bildungsstätten und ihre Beschäftigten ergeben. Der enorme Bedarf an Deutschsprachkursen beeinflusst natürlich auch die Arbeit der Berufschullehrer.

Die Eröffnung vieler Klasse für DAZ Unterricht stellt auch das Problem, qualifiziertes Lehrerpersonal bereitstellen zu können. Sehr interessant waren die Erläuterungen der Kolleginnen und Kollegen, welche Wege der Integration der Flüchtlinge eingeschlagen werden. Vor allem praktische Tätigkeiten in Verbindung mit Deutschlernen scheinen sich zu bewähren und finden auch bei den Betroffenen guten Anklang.

So schwierig die Lösungen auf diesem Gebiet teilweise scheinen, so gute und interessante Ansätze zur Lösung gibt es. Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung ist aber vor allem die schnelle und unbürokratische Klärung der finanziellen Absicherungen der Initiativen.

Natürlich gab es noch viele andere Themen, die in der Veranstaltung aber auch in den Pausen oder am Abend in persönlichen Gesprächen behandelt wurden.

Es ist die einhellige Meinung der Teilnehmer, die Veranstaltung auf diesem hohen Niveau fortzuführen. Die nächste Beratung des Ausschusses ist für Juni in Lübeck geplant.