Der Stammtisch der ÖPR Vorsitzenden war wieder gut besucht. Der LVBS bedankt sich für das Vertrauen der Teilnehmer und hofft auch weiterhin mit interessanten Inhalten die Veranstaltung auf hohem Niveau fortführen zu können.

Die Veranstaltung wurde wieder durch Jürgen Fischer, Regionalvorsitzender des LVBS und Leiter der Fachgruppe Berufliche Schulen im LBPR Dresden moderiert.

 Als Gäste konnten Herr Fürll als Referent der SBA Dresden und der 2.Vorsitzende des LVBS Dirk Baumbach begrüßt werden. Leider konnte Frau Martin, Leiterin des Referats Berufliche Schulen in der SBA Dresden krankheitsbedingt nicht teilnehmen, hat aber schon jetzt zugesagt, an einer der nächsten Veranstaltungen sich den Fragen der Teilnehmer zu stellen. Wir wünschen gute Besserung und nehmen die Zusage gern an.

Anfangs wurden Fragen der Teilnehmer diskutiert bzw. beantwortet. Dabei zeigte sich eine ziemliche Breite. Große Probleme bereiten den ÖPR, dass die Arbeits- und Aufgabendichte der Lehrer nach wie vor zunimmt. Einhellige Auffassung ist, dass die Arbeitgeber hier endlich erkennen, dass die Belastungsgrenze vieler Kolleginnen und Kollegen erreicht ist. Der LVBS unterstützt diese Auffassung und vertritt diese in vielen Gremien und auf den entsprechenden Veranstaltungen. Die Belastung steigt auf zwei Gebieten:

- Im Unterricht, da viele Lehrer auf Grund des Rückgangs der Lehrlingszahlen zur Auslastung der Stundenzahl in den letzten Jahren zunehmend in unterschiedlichen Lernfeldern, aber eben auch in unterschiedlichen Berufsfeldern eingesetzt werden müssen. Ein Arbeitszuwachs, der äußerlich kaum sichtbar ist.

- Aber auch in den sogenannten unterrichtsfremde Tätigkeiten, die ständig zunehmen.

Als besonders ärgerlich kristallisiert sich heraus, dass trotz nachweisbarer Mehrbelastung im Bereich Freistellung oder Anrechnungsstunden absolut keine Veränderungen durch die SBA oder das SMK geplant oder durchgeführt werden.

Wir hoffen, dass Frau Martin zum nächsten Stammtisch dazu Ausführungen machen wird und den Standpunkt bzw. Strategien der SBA vorstellen kann.

Ein anderes Thema war der Umgang mit den Karenztagen bei Arbeitsunfähigkeit.

Hier haben sich die ÖPR Vorsitzenden ausgetauscht und können entsprechende Hinweise geben.

Das Hautthema des Stammtisches Migration, wurde durch einen Erfahrungsbericht von Kathleen Dilg, Lehrerin am BSZ Elektrotechnik eröffnet.

Frau Dilg unterrichtet in Vorbereitungsklassen DaZ (Deutsch als Zweitsprache).

Die Ausführungen waren für alle Anwesenden sehr interessant, weil die Mehrheit keinen direkten Umgang mit Flüchtlingen und dem damit verbundenen Unterricht hat.  Als Fazit kann festgestellt werden, dass bei guter Vorbereitung ein qualitativ hochwertiger Unterricht gewährleistet werden kann.

Anschließend gab Her Fürll einen Überblick über die Strukturen der Ausbildung der Flüchtlinge. Herr Fürll ist der Referent, der sich vorrangig mit diesem Problemkreis befasst. Dabei wurden die unterschiedlichen Stufen der Beschulung herausgearbeitet. wie z.B. das stufenweise Erlernen der deutschen Sprache mit dem Ziel der Eingliederungin in das Berufsausbildungssystem.

Erste Fragen der Teilnehmer gingen in die Richtung, wo und wie viele Klassen aufgemacht werden. Herr Fürll konnte hier vermitteln, welche gewaltige Aufgabe hier vor dem gesamten Schulsystem steht. Der Freistaat stellte Mittel für die Einstellung von entsprechenden Fachlehrern in sogenannten Asylpaketen bereit, die sind aber im Moment ausgeschöpft. Es wird davon ausgegangen, dass neue Mittel bereitgestellt werden. Herr Fürll versuchte aber auch die großen Probleme darzustellen, die sich durch die Raumsuche für die Klassen in den Schule ergeben, aber auch, die Probleme die sich bei der Lehrereinstellung und der Zuordnung auf die Schulen ergeben. Gerade zu diesem Thema gab es durchaus unterschiedliche Auffassungen der Teilnehmer, was die Sinnhaftigkeit der Auswahl und den Wechsel der Einsatzorte der betreffenden Kolleginnen und Kollegen betrifft.

Für die Anwesenden waren es wichtige Informationen, die nun in den Schulen weitergegeben werden können.

Wir sind der Meinung, dass hier ein Anfang gemacht wurde, und jetzt regelmäßig Informationen über diese neue und gewaltige Aufgabe ausgetauscht werden müssen. Dazu ist der Stammtisch genau die richtige Veranstaltung.

Die Teilnehmer haben langfristig den nächsten Termin schon festgelegt:

Am 23.03.2015 werden sich die ÖPR Vorsitzenden wieder im Schießhaus zum Stammtisch treffen.

Da es auf das Jahresende zugeht möchte ich mich bei allen ÖPR Vorsitzenden für die gute Zusammenarbeit bedanken.

Ich wünsche  Allen eine friedliche Weihnachtszeit und einen erfolgreichen Start in das Jahr 2016!

Jürgen Fischer

Regionalvorsitzender des LVBS