Bautzen, 17. Dezember 2025 – Mit einer Warnstreikaktion unter dem Motto „Bewegte Mittagspause“ haben Lehrkräfte am Beruflichen Schulzentrum (BSZ) Bautzen am heutigen Mittwoch ein deutliches Signal an die Tarifparteien gesendet. Organisiert wurde die dezentrale Aktion vom Lehrerverband Berufliche Schulen (LVBS) vor dem Hintergrund der Tarifverhandlungen 2026 im öffentlichen Dienst, die nach der ersten Verhandlungsrunde ohne erkennbare Bewegung geblieben sind.

Zahlreiche Lehrkräfte beteiligten sich an der Aktion, um ihren Unmut über den bisherigen Verlauf der Verhandlungen zum Ausdruck zu bringen. Sie fordern eine faire und angemessene Wertschätzung ihrer Arbeit sowie spürbare Verbesserungen der Arbeits- und Einkommensbedingungen.
Dirk Baumbach, 1. Vorsitzender des LVBS, erklärte dazu:
„Die Lehrkräfte an den Berufsbildenden Schulen erwarten keine Weihnachtsgeschenke, sondern fordern nur das was ihnen als Beschäftigte im öffentlichen Dienst zusteht, weil sie als gesellschaftliche Leistungsträger der Garant für die Ausbildung junger Menschen für eine starke Wirtschaftskraft in Deutschland sind.“
Der LVBS betont, dass die Aktion am BSZ Bautzen bewusst dezentral angelegt war und lediglich den ersten Aufschlag in der aktuellen Tarifauseinandersetzung darstellt. Sollten die Arbeitgeber auch in den kommenden Verhandlungsrunden keine ernsthaften Angebote vorlegen, sind weitere Maßnahmen nicht ausgeschlossen.
„Diese bewegte Mittagspause zeigt: Die Kolleginnen und Kollegen sind bereit, ihre Interessen sichtbar und entschlossen zu vertreten“, so Baumbach weiter. „Wir können auch Streik.“
Der Lehrerverband Berufliche Schulen fordert die Tarifgemeinschaft der Länder und die weiteren Arbeitgeber im öffentlichen Dienst auf, die Bedeutung der beruflichen Bildung und die Leistung der dort tätigen Lehrkräfte anzuerkennen und die Verhandlungen zügig mit substanziellen Ergebnissen voranzubringen.













